100 Millionen Kinder zusätzlich in Armut
Laut Unicef sind durch die Corona-Pandemie mehr als 100 Millionen Kinder im vergangenen Jahr zusätzlich in Armut geraten. Das bedeutet, dass sie ihre Schul- bzw. Ausbildung nicht fortführen können, weniger bis keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, viele aber schlicht hungern müssen. Unicef bezeichnet diese Entwicklung als die dramatischste in der 75-jährigen Geschichte.
Jesus Christus,
wie Johannes der Täufer auf dich hinwies,
weil er in dir die Erfüllung allen Lebens sah,
so mache du die Millionen verlorener Kinder unserer Erde
für uns alle zum Zeichen deines Lebenswillens:
Komm in unsere stolze Welt und heile uns,
von Hochmut und Besserwisserei zuerst,
vor allem aber von unserer Gleichgültigkeit,
an der so Viele zugrunde gehen.
Trage dein Bild ein in unser Herz,
damit wir uns mit klarem Verstand und barmherzig
denen zuwenden, die jetzt unsere Hilfe brauchen.
So bitten wir:
Für die Kinder in den Ländern des Globalen Südens zuerst,
damit sie wieder leben können,
ihre Kindheit zurückerhalten und ihr Recht auf unbeschwerte Augenblicke;
stärke alle, die sich auch bei uns mühen,
für die Kleinsten Gerechtigkeit zu schaffen
und so deinen Weg in die Welt bereiten.
Lass deinen Morgenstern die Nacht bescheinen,
deren Ende du aller Welt verheißt,
damit sich dein Licht im Glanz der Augen
von geretteten und erlösten Kindern widerspiegelt
und wir dich gemeinsam,
als aus großer Gefangenschaft Befreite, loben können.
Brüssel blockiert Lieferkettengesetz
Die EU-Kommission blockiert offenbar unter dem massiven Druck von Handels- und Wirtschaftsunternehmen und ihrer Verbände das längst beschlossene Lieferkettengesetz, das die Hersteller von allen Konsumgütern auf die so genannte „menschenrechtliche Sorgfaltspflicht“ festlegt. Das ist ein Skandal und straft alle Versprechen, endlich faire Bedingungen für Menschen in den Lieferketten weltweit vertriebener Handelsprodukte zu schaffen, Lügen. Industrie und Handel zeigen einmal mehr, dass sie nicht willens sind, Rechte von Menschen auf der anderen Seite der Produktionskette bis zum Endabnehmer zu respektieren und dass sie für ihre Untätigkeit auch nicht belangt werden wollen. Sie zeigen zugleich auch, dass sie, die Unternehmen, es sind, die unsere Gesetze machen. Insofern ist der Vorgang auch als ein weiteres Alarmsignal für die Gewaltenteilung und die Unabhängigkeit politischer Entscheidungsträger zu betrachten.
Wir bitten dich, ewiger Gott,
um neue Kraft und neuen Mut für alle,
die sich für die Rechte und den Schutz
von Arbeiterinnen und Arbeitern einsetzen,
die für so Vieles, was wir täglich einkaufen, leiden müssen:
ausgebeutet und entrechtet,
oft um ihren Lohn betrogen,
ermordet und verfolgt, wenn sie ihre Rechte einfordern,
vertrieben vom Land ihrer Mütter und Väter,
damit dort Palmöl angebaut oder Minen ausgebeutet werden.
Lass sie und uns alle nicht den Mut verlieren,
im ungleichen Kampf mit Konzernen und Verbänden
auch in Zukunft deine Gerechtigkeit in die Waagschale zu werfen;
zeige den Verantwortlichen aufs Neue,
dass ihre vermeintliche Stärke nichts als die große Schwäche ist,
Menschen und ihre Würde in deinem Licht zu sehen;
Wir vertrauen auf deine Zusage,
dass deine Kraft in den Schwachen mächtig ist,
darum rufen wir zu dir und bitten:
Gott allen Lebens,
Jesus unser Bruder,
Geist der Wahrheit,
rette uns und schaffe Recht allen,
die morgens zu dir rufen
und am Abend auf Erlösung hoffen,
in aller Welt.